Im Zusammenhang mit der derzeitigen Diskussion um einen Masterplan für die weitere bauliche und verkehrstechnische Entwicklung des Neuenheimer Feldes hat sich ein 'Bündnis Bürgerbeteiligung Masterplan Neuenheimer Feld' konstituiert, in dem auch der Stadtteilverein Wieblingen und die BUND-Ortsgruppe Wieblingen Mitglied sind.

Das Bündnis vertritt die Auffassung, dass die Entwicklung des Masterplans Neuenheimer Feld, der sehr weitreichende Auswirkungen auf das Leben, Arbeiten und die Umwelt der Bürger Heidelbergs haben wird, in einem geordneten demokratischen Verfahren verlaufen muss. Die mitgestaltende Bürgerbeteiligung ist dafür ein geeignetes Instrument. Inzwischen hat das Bündnis zu dem Thema eine öffentliche Informationsveranstaltung und zwei Vor-Ort-Begehungen am Wieblinger Neckarufer und im Handschuhsheimer Feld durchgeführt.


Die Grünen in Heidelberg haben ein Positionspapier zum ‚Masterplan Neuenheimer Feld' ausgearbeitet, das sie am 14. Februar bei einer öffentlichen Mitgliederversammlung im Literaturcafé der Stadtbücherei vorstellten. In der anschließenden Diskussion ging es darum, wie einerseits die Universität als größter Arbeitgeber Heidelbergs zukunftsfähig bleiben kann, ohne dabei das Handschuhsheimer Feld zu verbauen oder das Naturschutzgebiet am Wieblinger Altneckar zu zerschneiden  Es wurden viele alternative Lösungen für die Probleme genannt, u.a. eine weitere Nachverdichtung im Campus, eine Verlagerung von universitären Einrichtungen aus dem NF z.B. in die Konversionsflächen, eine Schwebebahn oder ein Parkplatz mit Fußgängerbrücke von Bergheim nach Neuenheim.

 

Diskussionsveranstaltung des SPD-Ortsverein Wieblingen am 9. März 2017:

 

 "Fünfte Neckarbrücke - muss die sein?"

 

Der SPD-Ortsverein Wieblingen hatte am 9. März 2017 zu einer Diskussionsveranstaltung zur Fünften Neckarbrücke geladen. Als Experten geladen waren Baubürgermeister Jürgen Odszuck, Bernd Müller, Leiter des Amtes Mannheim-Heidelberg bei der Landesbehörde "Vermögen und Bau", und Karl-Friedrich Raqué, Naturschutzbeauftragter der Stadt Heidelberg.

Der Bürgersaal im Alten Rathaus in Wieblingen platzte aus allen Nähten, denn das Thema sorgt in Wieblingen für große Unruhe. Hier geht es nicht nur um die endgültige Einschnürung des Stadtteils mit Schnellstraßen und massive Belastungen durch Lärm und Luftverschmutzung für die Einwohner Wieblingens - so Walter Petschan vom Stadtteilverein -, sondern es steht auch das Naturschutzgebiet am Altneckar auf dem Spiel.

Zunächst erläuterte Bürgermeister Odszuck seinen Standpunkt. Für ihn ist die Fünfte Neckarquerung „keine Frage der Erschließung des Campus, sondern eine der gesamtstädtischen Verkehrsplanung." Bernd Müller betonte: "Wir brauchen eine bessere Anbindung, sei es über den Nordzubringer durchs Handschuhsheimer Feld oder die Brücke." Karl-Friedrich Raqué warnte:  Der Altneckar in Wieblingen gehöre zu einem Naturschutzgebiet europäischen Rangs. "Es ist die letzte naturnahe Flussaue in einem landwirtschaftlich intensiv genutzten Raum."

In der anschließenden Diskussion brachten die Wieblinger – aber auch Gäste aus Handschuhsheim – ihren Widerstand gegen die Fünfte Neckarbrücke und den Nordzubringer zum Ausdruck. Fest steht, dass es eine Lösung für die Verkehrsprobleme im und zum Neuenheimer Feld geben muss. Wie die aber aussieht - und das wurde immer wieder von allen Seiten betont – könne erst im Laufe des Masterplans Neuenheimer Feld erarbeitet werden. Hier dürfe es keine Denkverbote geben.

 

Wer den Artikel über den 'Masterplan Neuenheimer Feld' heute in der RNZ gelesen hat, weiß:am 24.05.2017 wird im Stadtentwicklungs- und Verkehrsausschuss die Rahmenvereinbarung zum "Masterplan Neuenheimer Feld" vorgestellt. Die Universität hat sich durchgesetzt und will auf jeden Fall auch die fünfte Neckarbrücke und den Nordzubringer prüfen lassen.  Im Artikel heißt es weiter: die Verkehrsanbindung (5. Neckarbrücke oder Nordzubringer ) ist sehr umstritten, denn '... die Wieblinger fürchten, im Verkehr zu ersticken'. Dass dem so ist, sollte morgen durch Anwesenheit möglichst vieler Wieblinger im Zuschauerraum demonstriert werden. Bitte auch weitersagen.

Ingrid Herrwerth

Gemeinderatssitzung am 25.7.2017 zur Rahmenvereinbarung "Masterplan Neuenheimer Feld"

In der Sitzung wurde die Rahmenvereinbarung mehrheitlich beschlossen. Jetzt müssen noch das Land und die Universität unterschreiben, dann kann die Planung beginnen.

Nach wie vor sieht die Rahmenvereinbarung auch die Prüfung der 5. Neckarbrücke vor. Bis es zur Abstimmung kam, gab es allerdings einen gemeinsamen Antrag mit Änderungswünschen von Grünen, SPD, GAL/HD P+E, Linke/Piraten und Bunte Linke zu diskutieren. Die meisten Punkte des Antrags werden als Änderungen in die Rahmenvereinbarung eingearbeitet.

Lesen Sie hier einen Bericht zur Gemeinderatssitzung mit den wesentlichen Details:

 

Weitere Infos zur Rahmenvereinbarung finden Sie hier:

 

Stadt, Universität und Land unterzeichnen Rahmenvereinbarung

 Am 9. Oktober wurde die gemeinsame Rahmenvereinbarung von der Stadt Heidelberg, dem Land Baden-Württemberg und der Universität Heidelberg unterzeichnet. Damit kann das Masterplanverfahren offiziell beginnen (weitere Infos).

 

Als nächstes trifft sich der Koordinationsbeirat zur ersten Sitzung (Termin noch unbekannt). Der Beirat soll das Beteiligungsverfahren zielgerecht gestalten und sicherstellen, dass sich alle Interessenvertreterinnen und -vertreter gleichberechtigt in die Bürgerbeteiligung einbringen können. Die inhaltliche Arbeit wird in anderen Gruppen, wie z.B. einem Bürgerforum, stattfinden. Der Stadtteilverein Wieblingen wird mit einem Sitz (und einem Stellvertreter) im Koordinationsbeirat vertreten sein.

 

Und  hier noch ein Hinweis auf eine interessante Veranstaltung:

Mittwoch, 8.11.2017 um 20 Uhr

Gemeindehaus Friedenskirche Handschuhsheim, An der Tiefburg 10

 

Forum kontrovers - Was wird aus dem Handschuhsheimer Feld?

Podiumsdiskussion mit Wissenschaftsministerin Theresa Bauer, Robert Bechtel, Jürgen Grieser, Prof. Dr. Peter Meusburger und Birgit Müller-Reis (vom Bündnis Bürgerbeteiligung Masterplan Neuenheimer Feld).

Das Gespräch leitet Dr. Micha Hörnle, RNZ.

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